Die Auferstehungskirche Oststeinbek

Der Architekt Olaf Andreas Gulbransson

Auferstehungskirche

Von der Stormarnstraße aus gesehen

Die Auferstehungskirche in Oststeinbek wurde 1961 als letztes Werk des Olaf Andreas Gulbransson entworfen.

Am 18.7.1961 verunglückte der aus Norwegen stammende Kirchbaumeister tödlich im Alter von 45 Jahren.

Er hatte bis dahin neun Kirchen vollendet, zehn weitere befanden sich im Bau und elf waren so weit geplant, dass sie durch seinen engsten Mitarbeiter, Karl-Heinz Schwabenbauer, in seinem Sinne und nach seinen Entwürfen fertig gestellt werden konnten.

Dadurch war auch das Projekt der Auferstehungskirche in Oststeinbek gerettet. Der Architekt Klaus Strecker aus Hamburg-Rahlstedt erhielt den Auftrag für die örtliche Bauleitung.

Am 3. November 1963 konnte der Grundstein gelegt werden, und am 29. Oktober 1966 wurde die Kirche in einem festlichen Gottesdienst durch Landespropst Karl Hasselmann eingeweiht.

Architektur

Auferstehungskirche

Portal

Mit 22 Metern Länge (Seitenschenkel) und 18 Metern Breite (Giebelwand mit dem Kirchenportal) bietet sie 180 (auf den Bänken) bis 280 (mit Gestühl und Empore) Menschen Raum für den Gottesdienst.

Dem Grundriss liegt als Idee zu Grunde die Vorstellung von einem Sprecher auf freiem Feld. Seine Zuhörer stellen sich um ihn herum auf in der Form einer Ellipse: Vor ihm einen gewissen Raum frei lassend, seitlich bis an ihn heran, ihn gewissermaßen in die Mitte nehmend.

Dieser natürlichen Anordnung wollte Gulbransson mit dem Kirchbau eine schützende Hülle geben.

Die kleinen, schmucklosen Fenster in den Seitenwänden sind typisch für Gulbranssons Kirchen.

Er wollte Aussage und Ausdruck durch die Form der Architektur gestalten und nicht durch Ornamente.

Das Gemeindehaus

Das Gemeindehaus

Von der Kirche aus gesehen

Doch in weiser Voraussicht hat der damalige Bauherr, Pastor Hans-Helmuth Eggers, schon von Anfang an räumlich den Bau eines Gemeindehauses vorgesehen. Dieses wurde 1983 nach dem Entwurf des Architekten Horst von Bassewitz fertig gestellt und rundet das Ensemble architektonisch ab, da beide - Gemeindehaus und Pastorat - jeweils die eine Flucht der schräg zulaufenden Seitenwände der Kirche verlängern, und gemeinsam einen Halbkreis andeuten.

Auch in Form und Stil sind Gemeindehaus und Pastorat deutlich an den Kirchbau angelehnt. Der rote Mauerstein, das schwarze Schieferdach und Erker ähnliche Formen finden hier wie dort ihre Entsprechung.

Das Altarfenster

Auferstehungskirche

Das Altarfenster

Seine stärkste Prägung empfängt der Kirchraum durch das große Altarfenster, nach welchem die Kirche ihren Namen "Auferstehungskirche" erhalten hat.

Das Altarfenster der Auferstehungskirche Oststeinbek
Altarfenster

Die Themen von Kreuz und Auferstehung sind hier miteinander verschränkt, überlagert, um auszusagen, dass das eine untrennbar mit dem anderen verbunden ist. Hinter dem mehrgliedrigen Kreuz erscheint in hellen Farben und runden Formen die Sonne als Symbol der Auferstehung. Das Licht überwindet die Finsternis. Das Leben siegt über den Tod.

Die Orgel

Die Orgel mit ihren 15 klingenden Registern und zwei Manualen wurde von der Firma Friedrich Weigle in Stuttgart gebaut.

Die Disposition (d.h. die Anzahl und Art der Register im Blick auf die Kombinationsmöglichkeiten und Gesamtklang) wurde von Herrn Pastor Ihloff aus Glinde und Kirchenmusikdirektor Schröder aus Pinneberg erarbeitet.

Turm und Glocken

Der 25 Meter hohe Glockenturm beherbergt ein Geläut mit vier Bronzeglocken der Firma Bachert in Karlsruhe. Sie schlagen weicher an und klingen lieblicher als Gussstahlglocken.