Dez. 07 - Febr. 08
Dezember 2007 bis Februar 2008
Auf ein Wort

Nicolaus
Am 6. Dezember ist Nicolaustag
Liebe Leserinnen, liebe Leser, am 6. Dezember ist Nikolaustag. Am Vorabend werden die Stiefel auf Hochglanz geputzt in der Erwartung, dass der Nikolaus diese in der Nacht zum 6. Dezember mit süßen Leckereien füllen möge. Der Nikolaus besucht vor allem die Kinder, um sie zu beschenken oder auch zu tadeln. Woher kommt dieser Brauch?
Der Nikolaus ist eine historische Person. Er wurde um 280 n. Chr. in Patras, Griechenland geboren. Aufgrund seiner Frömmigkeit und Wohltätigkeit anderen Menschen gegenüber, ist er zum Bischof von Myra gewählt geworden. Während der Christenverfolgung kam er ins Gefängnis, wurde aber von Kaiser Konstantin wieder befreit.
Er starb an einem 6. Dezember zwischen 345 und 351 n. Chr. Die Bräuche zum Nikolausfest ergeben sich aus den zahlreichen Legenden, die sich um ihn ranken. So ist der Nikolaus ein Freund der Kinder geworden, weil er zu seiner Zeit drei Mädchen geholfen hatte. Diese konnten nicht heiraten, weil der Vater kein Geld für eine Mitgift hatte. Der Bischof Nikolaus hörte davon und warf einen Goldklumpen in einem kleinen Säckchen durch das Fenster. So brauchte sich die älteste Tochter sich ihre Mitgift nicht durch Prostitution verdienen. Dieser Vorgang wiederholte sich auch bei der zweiten Tochter. Bei der dritten Tochter wachte der Vater die Nacht am Fenster und entdeckte den Bischof als den Wohltäter.
Eine weitere Legende ist, dass der Nikolaus nach seinem Tode in der Weihnachtszeit dick vermummt durch Myra gezogen ist, um vor die Türen der Armen vergoldete Äpfel und Nüsse zu legen.
Was würde Nikolaus heute in unsere Stiefel legen? Welche Gaben haben wir nötig?
Ihnen und euch allen wünsche ich eine gesegnete Advents–und Weihnachtszeit und vor allem gefüllte Stiefel zum Nikolaustag. Ihre/Eure Sabine Spirgatis
Kinderbibeltag
Basteln, singen und spielen zu einer biblischen Geschichte für Kinder im Alter von 5 Jahren bis 12 Jahren.
Samstag, 15. Dezember 2007, 10.00-13.00 Uhr
in Gemeindehaus Kirchsteinbek, Steinbeker Berg 3
Kosten (für Imbiss und Material): 1,50 EUR
Anmeldungen bitte bis zum 13.12. im Kirchenbüro mit dem Anmeldeabschnitt. [49 KB]
oder telefonisch (712 40 30) zu den Bürozeiten (Mo-Mi 9-15 Uhr , Do 12-18 Uhr, Fr 9-12 Uhr)
Lebendiger Adventskalender im Boberger Dorfanger
Vom 1. - 22. Dezember verwandelt sich das Neubaugebiet Boberger Dorfanger in einen „lebendigen Adventskalender“. An jedem Abend um 18.00 Uhr öffnet eine andere Familie ihre Haustür für Nachbarn und Interessierte, egal welcher Herkunft oder Konfession, ob Kinder, Jungendliche oder Erwachsene, ob jung oder alt. Vor der Haustür findet dann gemeinsam eine besinnliche halbe Stunde statt mit einer Weihnachtsgeschichte, Kerzenlicht, Weihnachtslieder und Gebet und Segen. Tee wird dazu gereicht (Trinkbecher bitte mitbringen). Dies soll die Nachbarschaft stärken und einen besonderen Akzent in der Vorweihnachtszeit setzen.
Am 4. Advent, dem 23. Dezember findet zum Abschluss in der Gnadenkirche Lohbrügge, am Schulenburgring 162 ein Familiengottesdienst statt. Mit dieser Aktion startet die Gnadenkirchengemeinde ihre Projektarbeit zusammen mit der Kirche in Steinbek.
Die Pastorinnen Lehmann-Fahrenkrug und Glombik und Pastor Kannenberg gestalten diese Aktion gemeinsam. Informationen zum täglich wechselnden Ort der Andachten sind über den Dorfanger hinaus in den Lohbrügger Gemeindebüros und im Oststeinbeker Gemeindebüro erhältlich. Halten Sie Ihre warmen Mäntel bereit! (Susanne Lehmann-Fahrenkrug)
Basare 2007
Basare 2007
in der Kirche in Steinbek
Im Portrait: Michael Ebeling
Michael Ebeling kam durch Ersatzwahl neu in den Bezirksausschuss Mümmelmannsberg. Er ist Arzt und lebt mit seiner Familie auf der Grenze zwischen Kirchsteinbek und Mümmelmannsberg. „Als ich 1972 mit meinen Eltern nach Mümmelmannsberg zog, war ich neun oder zehn Jahre alt. Viel gab es damals nicht an Angeboten für uns. Aber der Pavillon mit der Kinderkirchengruppe von Pastor Gehrken bot uns einiges. Wir spielten Theater und feierten Feste. Noch heute erinnere ich mich lebhaft an die „Geisterbahn“ – auf einem Bürostuhl wurden wir durch den total verdunkelten Raum gefahren.
Nach meiner Konfirmation bei Pastor Vogt hatte ich nur noch wenig Bindung an die Gemeinde. Nur den Basar habe ich immer besucht. Das hat sich auch nicht geändert, als ich 1983 mit dem Medizinstudium anfing und dann nach Hamburg in die Neustadt zog. Meine Frau ist auch in Mümmelmannsberg aufgewachsen. Da sie schon im Beruf war, hat sie zunächst unseren Lebensunterhalt verdient. Durch Nachtwachen im Tropeninstitut habe ich neben dem Studium etwas Geld verdient. Das war eine sehr spannende Zeit in einem ganz besonderen Milieu. Während meiner Ausbildung habe ich im Kath. Krankenhaus Groß-Sand in Wilhelmsburg gearbeitet. Dort hatte ich viel Kontakt mit Patienten aus türkischen und polnischen Familien. Auch im Kath. Mariahilf-Krankenhaus in Harburg habe ich mich sehr wohl gefühlt, weil man hier grundsätzliche Medizin kennen lernt, anders als in den größeren Häusern, die sehr spezialisiert sind.
Vor zehn Jahren habe ich mich als hausärztlicher Internist in der Innenstadt niedergelassen und arbeite seit zwei Jahren mit einem Kollegen zusammen, mit dem ich mich berate und fachlich gut ergänze. Einmal im Monat habe ich Dienst als Taxi-Notarzt in Abend- bzw. Nachtschicht. Dabei lerne ich ganz unterschiedliche Bezirke und deren Bewohner kennen, vom Großmarkt über das Schanzenviertel bis Blankenese.
Durch den Konfirmandenunterricht meines Sohnes bei Herrn Pastor Ostendorf kam ich auch wieder in den Gottesdienst. Beim Kaffeetrinken am Basar kamen wir ins Gespräch. Bei der Feier zum 30. Jubiläum des Gemeindehauses hat mich Herr Pastor Ostendorf angesprochen, ob ich mir eine Mitarbeit im Bezirksausschuss vorstellen könnte. Ich hatte mir schon vorher überlegt, ein soziales Amt zu übernehmen. Als ich dann auch noch Christiane Beetz traf, die ich aus meiner Schulzeit kannte, war es für mich wie ein Zeichen… Ich hatte gesucht und gefunden.
Es ist leider so, dass die Gemeinde in Mümmelmannsberg in den Jahren an Substanz verloren hat. Es fehlt der Zusammenhalt der früheren Jahre. Wir müssen wieder ein „Wir-Gefühl“ entwickeln. Dazu brauchen wir einen Mittelpunkt. Als erstes wollen wir den Garten aufforsten und für die Gemeinde erschließen. Es herrscht so etwas wie Aufbruchstimmung.
Was mir der Gottesdienst bedeutet? Diese Frage habe ich mir selbst auch schon gestellt. In erster Linie schöpfe ich dort Kraft. Durch meinen Beruf werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass wir Menschen nicht alles können. Oft stehen wir hilflos davor, wenn ein Leben zu Ende geht. Der feste Ablauf der Liturgie, das gemeinsame Singen und Beten – das alles empfinde ich als kräftigend für die neue Woche.“ Barbara Langer im Gespräch mit Michael Ebeling
Aus dem Kindergarten Kirchsteinbek
Händchen gehalten wird bei uns im Kindergarten durchaus auch, liebe Leser – dieser Artikel wird sich aber mit einer anderen Form des Anfassens beschäftigen. In einer Kindergruppe in der Öffentlichkeit zu zweit angefasst zu gehen, wird heute und wurde besonders in den Siebziger Jahren verpönt als autoritär, altmodisch; ja gar als militärischer Drill bezeichnet.
Ich möchte Sie einladen, die Angelegenheit von einer ganz anderen Warte zu betrachten – ähnlich wie das Schlange stehen, von dem schon einmal im Gemeindebrief die Rede war. Wenn wir mit unseren Kindern einen Ausflug machen und uns als große Gruppe im Straßenverkehr bewegen oder etwa auf einem U- Bahnhof umsteigen, gibt es für die Kinder eine Menge zu sehen. Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren sind an allem interessiert, optische und akustische Eindrücke wirken ungefiltert auf sie ein.
Wir Erwachsenen haben gelernt, das für uns im Augenblick Wichtigste in den Vordergrund zu rücken, alles andere weitgehend beiseite zu drängen (aber versuchen Sie mal, sich an Ihre Einkaufsliste zu erinnern, wenn laute Werbebotschaften im Supermarkt Ihnen andere Bedürfnisse einhämmern). Man braucht also so etwas wie einen Leuchtturm oder einen Kompass, um sich zurechtzufinden oder zu orientieren.
Ein Kind kann dieses erleben:
- Welch ein gutes Gefühl kann es sein, wenn eine Hand mich hält!
- Mein/e Partner/in (so nennen wir jeweils das Kind, das ein anderes
anfasst) gibt Acht auf mich – ich gebe Acht auf ihn/sie – das gibt uns beiden Sicherheit.
- Beim Umsteigen auf dem Bahnsteig, vor dem Aufbruch vom Picknick ist es unübersichtlich – die Erzieherinnen rufen: „Sucht Euren Partner!“ – ich muss nur dieses Kind suchen und es sucht mich; so finden wir in die Gruppe zurück und können uns geborgen fühlen. - Wir kennen uns gut und mögen uns, wir können unterwegs beim Gehen ein wenig klönen und viel Spaß haben. Ich fühle mich gehalten und beschützt und bin nicht allein.
Wir denken, dass hier Bedürfnisse erfüllt werden, die überhaupt nicht altmodisch und überholt sondern hochaktuell sind. Was meinen Sie, liebe Leser? Wir grüßen Sie: Ihr Team des Kindergartens in Kirchsteinbek
Kinderbibelwoche Kirchsteinbek
Beinahe 40 Kinder kamen in der ersten Woche der Herbstferien in Kirchsteinbek zusammen, um Josef bei seinen Abenteuern zu begleiten.
„Der Josef hat viel mitgemacht, der Josef hat es weit gebracht.“ – so tönte eines der Lieder durch die Kirche. Und da war etwas dran! Josef träumte davon, dass seine Brüder sich vor ihm verneigen. Aus Neid wurde er von ihnen in den Brunnen geworfen und dann als Sklave nach Ägypten verkauft. Weil die Frau des Potiphar so gemein zu ihm war, landete Josef im Gefängnis. Aber mit Gottes Hilfe konnte Josef die Träume des Pharao deuten und die Ägypter und schließlich auch seine Familie vor einer Hungersnot bewahren. Am Ende hat Josef es tatsächlich weit gebracht. Als Stellvertreter des Pharao empfängt er seine Brüder und ist schließlich bereit, ihnen zu ver-geben. Sie waren zwar böse zu ihm, aber Gott hat alles zum Guten gewendet – ein wunderbarer Schluss!
Passend zur Geschichte von Josef haben wir in der Kinderbibelwoche kleine und große Brunnen gebastelt, ägyptische Kopftücher und Beduinentücher bemalt, Kulissen gestaltet, eine Pyramide gebaut und goldene Armreifen und Amulette verziert. Draußen konnten wir uns bei Bewegungsspielen austoben. Mittags hatten alle einen Bärenhunger. Zum Glück hatte Frau Schilling mit dem Küchenteam immer ein sehr leckeres warmes Essen vorbereitet. Am Sonntag haben wir die Geschichte von Josef im Familiengottesdienst vorgespielt, was allen sehr viel Spaß machte.
Ein ganz großer Dank geht an das Team, das die Woche vorbereitet und gestaltet hat! Neben den erfahrenen Müttern haben auch acht Jugendliche zum Gelingen der Woche sehr viel beigetragen. Ich freue mich schon auf den Kinderbibeltag im Advent, am Samstag, dem 15. Dezember (10-13 Uhr, Kostenbeitrag: 1,50€). Hoffentlich melden sich viele im Alter von 5-12 Jahren im Kir-chenbüro (Tel. 712 40 30) an!
Wir werden wieder zu einer Bibelgeschichte singen, basteln, spielen und essen! Also dann bis bald! Katja Hose und Team
Erntedankfest in Oststeinbek
"Frederik" das beliebte Bilderbuch gab die Inspiration für den diesjährigen Familiengottesdienst zum Erntedankfest. Neben Sonnenblumen und Kürbissen war der Altarraum als Feldsteinmauer gestaltet, in dem die Feldmäuse wohnten. „Im Herbst sammeln sie ihre Vorräte für den Winter“, erzählte Sabine Neuhöfel – und auf einmal wimmelte es vor Mäusen im ganzen Kirchraum, die die herumliegenden Kastanien einsammelten.
Nur eine Maus machte nicht mit: Frederik. Er saß – wahrscheinlich nicht zufällig am Altar – und machte anscheinend nichts. „Frederik, warum machst du nicht mit“, fragten die anderen Mäuse. Und Frederik antwortete: „Ich sammle Farben.“ Und tatsächlich – als später im Winter alle Vorräte aufgegessen waren, da konnte Frederik den anderen Mäusen von seinen „Vorräten“ abgeben: Er wärmte sie mit Sonnenstrahlen, er erfüllte sie mit der Erinnerung an die Farben und er bewegte ihre Gefühle mit den Worten, die er gesammelt hatte. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, erinnerte Pastor Kannenberg in seiner Kurzpredigt. Deshalb ist es wichtig, wenn wir für die Früchte des Feldes danken, dass wir die Nahrung für die Seele nicht vergessen. Pastor Kannenberg
+) Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kirche in Steinbek
Kirchsteinbek - Mümmelmannsberg - Oststeinbek
pastor.ostendorf@kirche-in-steinbek.de
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