Öko-Sanierung für Großsiedlung
Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL) hat den ersten Jahresbericht zum Klimaschutz in Hamburg vorgelegt und deutlich gemacht, dass dies ein "besonderer Prioritätsbereich der Regierung ist". Insgesamt umfasst des Klimaschutzprogramm des Senats 277 Maßnahmen und Projekte.
Dabei sollen auch die 7500 SAGA-Wohneinheiten der Großsiedlung Mümmelmannsberg energetisch saniert werden. Die SAGA will den Schwerpunkt auf die Nutzung regenerativer Energien setzen. "Wir werden rund 200 Millionen Euro in den kommenden Jahren in die Modernisierung stecken", sagte SAGA-Chef Willi Hoppenstedt.
Hajduk sagte, eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 bleibe als Ziel bestehen. Dabei würde das geplante Kohlekraftwerk Moorburg keine Rolle spielen. Da das Kraftwerk Strom für ganz Deutschland bereitstelle, werde es in der Klimabilanz der Stadt Hamburg nicht auftauchen. "Trotz Moorburg, oder auch erst recht, kann man ja nicht seine energiepolitischen Ziele schleifen lassen", sagte Hajduk. Für 2009 und 2010 stelle der Senat jeweils 25 Millionen Euro für den Klimaschutz zur Verfügung.
Ein Drittel der 25 Millionen Euro sollen in sogenannte Förderprogramme fließen. Nach der vermehrten energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude seien nun die privaten an der Reihe, sagte Hajduk. Sie erwarte, dass auch in Zeiten der Finanzkrise die Menschen bereit zu Investitionen seien. Wenn Energiekosten steigen, "rechnen sich Investitionen schnell". Verkehrstechnisch ist eine zehn Kilometer lange Fahrradstrecke das Ziel, die die Innenstadt mit Barmbek-Süd, Bramfeld, Wellingsbüttel und Sasel verbindet.
Der BUND zeigte sich enttäuscht, dass die unter dem CDU-Senat beschlossenen 25 Millionen Euro für den Klimaschutz nicht aufgestockt werden.
(Quelle: Mopo; RENATE PINZKE; Ressort: HH Hamburg)
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