Hinz&Kunzt
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Hilfe zur Selbsthilfe
Die Idee ist einfach: Obdachlose verkaufen auf der Straße ein Magazin. Statt Almosen zu empfangen, verkaufen sie ein Produkt, das alle Menschen anspricht und miteinander ins Gespräch bringt. Und die Idee funktioniert: Seit 1993 gehören die meist obdach- und wohnungslosen Verkäufer zum Hamburger Stadtbild.
Für 0,75 Euro erwerben die Verkäufer die Zeitungen und verkaufen sie für 1,60 Euro zuzüglich Trinkgeld weiter. Mehr als zehn Millionen Zeitungen sind inzwischen von Hand zu Hand gegangen. Das bedeutet nicht nur ein finanzielles Zubrot für die Verkäufer, sondern auch die Möglichkeit für Gespräche zwischen Menschen, die in verschiedenen Welten leben. Und nicht zuletzt bekommen hier Persönlichkeiten wieder eine Chance, die an Schicksalsschlägen und Krankheiten gescheitert sind und seitdem am Rande der Gesellschaft leben müssen. Hinz&Kunzt hat der Obdachlosigkeit ein Gesicht verliehen und sorgt dafür, dass sich Obdachlose und Wohnungsbesitzer wieder Auge in Auge gegenüber treten können.
Viele Wege führen in die Obdachlosigkeit, aber leider nur wenige wieder zurück. Hinz&Kunzt macht auf das Thema aufmerksam – immer wieder – und will dem Einzelnen helfen, den Teufelskreis aus Wohnungs- und Arbeitslosigkeit, Sucht und Einsamkeit zu durchbrechen. Wir möchten durch unsere Arbeit einen Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit leisten, denn wir glauben, dass dies im Interesse aller Menschen ist. (Quelle: Hinz&Kunzt)