Buchtipp

"Jesus für Zweifler"

Jesus für Zweifler

Christian Nürnberger

von Christian Nürnberger

Nachdem ich schon "Die Bibel, was man wirklich wissen muss" von Christian Nürnberger mit viel Gewinn gelesen hatte, war ich gespannt nauf dieses Buch: "Jesus für Zweifler". Eigentlich ist es der dritte Teil einer Reihe, denn es gehört als Ergänzung zum Buch "Christentum, was man wirklich wissen muss".

In den Herbstferien hatte ich ein wenig Zeit und begann aufgrund der vielen Berichte zuerst mit Manfred Lütz "Gott, eine kurze Geschichte des Größten", dass durch die Klappentexte große Erwartungen bei mir geweckt hatte. Diese wurden allerdings total enttäuscht. Was sich als kritische Auseinandersetzung mit der Gottesfrage zwischen Religion und Wissenschaft bzw. Atheismus ankündigte, war allein eine unkritische Darstellung katholischer Lehrauffassungen. Mit zunehmender Lektüre hat mich das geärgert, so dass ich die Mogelpackung nach 2/3 beiseite gelegt habe.

Wie wohltuend undogmatisch kommt da Christian Nürnberger daher. In einem ganz persönlichen, ja fast bekenntnismäßigen, Denken, Fühlen und Schreiben erzählt er von seiner Lebensgeschichte und wie christlicher Glaube darin verwurzelt ist. Den naiven Glauben seiner Kindheit beschreibend, kommt er zur Frage nach der existentiellen Bedeutung des Christlichen Glaubens. Dabei scheut er sich nicht, die Auseinandersetzung mit der Theologie zu schildern und für Leserinnen und Leser und "einfache" Gemeindeglieder fruchtbar zu machen. Besonders das Programm der Entmytghologisierung von Rudolf Bultmann nimmt in dieser Auseinandersetzung eine wichtige Rolle ein. Es ist die Frage, was bleibt, wenn all die Erzählungen ihres mythologischen Charakters entkleidet werden. Nürnberger schafft es, das wenige, was bleibt, als Grund seines Glaubens zu benennen. Eine spannende und kurzweilige Lektüre...

Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 1 (Oktober 2007)
ISBN-10: 3579069675
ISBN-13: 978-3579069678
Preis: 17,95€

Buchtipp