Liturgische Farben
In den christlichen Kirchen die je nach Fest beziehungsweise Zeit des Kirchenjahres wechselnden Farben der liturgischen Gewänder und Tücher (Paramente); für die katholische Kirche verbindlich 1570 im Missale festgelegt und 1970 im erneuerten Messbuch mit geringfügigen Änderungen übernommen:
- Weiß (Oster- und Weihnachtszeit, Herren- und Marienfeste, Feste der Heiligen, die keine Märtyrer waren)
- Rot (Palmsonntag, Karfreitag, Pfingsten, Apostel- und Märtyrerfeste)
- Grün (die Sonntage außerhalb der Weihnachts- und Osterzeit)
- Violett (Advents- und Fastenzeit)
- Violett oder Schwarz (Totenmessen).
Die anglikanische Kirche und die lutherischen Kirchen lehnen sich in Fortführung der mittelalterlichen Tradition stark an den katholischen Farbenkanon an, wobei die lutherische Tradition an Schwarz als der Farbe des Karfreitags festhält. Die reformierten Kirchen gaben aus ihrem Selbstverständnis heraus die liturgische Tradition fast völlig auf. Die orthodoxe Kirche kennt keinen verbindlichen Farbenkanon; die Symbolik der frühen Kirche fortführend, gilt Weiß als Farbe der Auferstehung, Rot als Farbe des Blutes Christi, zusammen mit Blau auch als Farbe der Märtyrer und Schwarz bis Dunkelbraun als Farbe des asketischen Mönchtums. (Quelle: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2008)
+) Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kirche in Steinbek
Kirchsteinbek - Mümmelmannsberg - Oststeinbek
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