Fusionsvertrag beschlossen
Superkirchenkreis Hamburg-Ost beschlossen
Hamburg (epd). Der Fusionsvertrag für den künftigen Superkirchenkreis Hamburg-Ost ist beschlossen.
Mit überwältigender Mehrheit wurde das Vertragswerk am Sonnabend in Hamburg von 210 anwesenden Synodalen ratifiziert, teilte Kirchenkreissprecher Wolfgang Främke im Anschluss an die erste gemeinsame Sitzung der Kirchenparlamentarier aus Alt-Hamburg, Stormarn und Harburg mit.
Mit über 500.000 Kirchenmitgliedern wird Hamburg-Ost Deutschlands größter Kirchenkreis. Die rund 280 Pastoren und über 3.000 Hauptamtlichen in 125 Gemeinden und diversen Einrichtungen sollen zunächst von sieben Pröpsten geleitet werden. Hinzu kommen etwa 16.000 ehrenamtliche Mitarbeiter. Der Fusionsvertrag tritt zum 1. Mai 2009 in Kraft. Er bedarf noch der Zustimmung der Nordelbischen Kirche. Schon jetzt habe die Zusammenarbeit im "operativen Geschäft" Einsparungen von mehreren hunderttausend Euro ermöglicht, sagte der Stormarner Propst Hartwig Liebich, Chef des Fusionsprozesses. Dies gelte besonders für die "serviceorientierte Verwaltung". Darüber hinaus gehe es aber auch um die Zusammenlegung und weitere Profilierung der inhaltlichen Arbeit, etwa in den 120 Kindertagesstätten, in Projekten der Armutsbekämpfung, der Migrations- und Flüchtlingsarbeit und der Bildung.
Im Hamburger Westen wollen sich parallel die vier Kirchenkreise Altona, Blankenese, Niendorf und Pinneberg zusammenschließen. Diese Fusion unter dem Namen "Hamburg-West/Südholstein" wird etwa 250.000 Kirchenmitglieder in 55 Gemeinden mit zunächst vier Pröpsten und über 130 Pfarrstellen haben. Der entsprechende Fusionsvertrag liege bereits zur Genehmigung im Kieler Kirchenamt der Nordelbischen Kirche, sagte Propst Karl-Heinz Melzer. Wegen der künftigen Größe des Superkirchenkreises Hamburg-Ost hatte es anfangs auch Widerstand gegeben. In seinem Gebiet werden nahezu ein Viertel aller rund 2,1 Millionen nordelbischen Gemeindemitglieder leben. Um ein "Abdriften aus dem nordelbischen Gesamtgefüge" zu verhindern, wurde eigens eine "Koordinierungskommission (Koko)" unter dem Vorsitz der Hamburger Bischöfin Maria Jepsen gegründet. (Quelle: epd)
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