Bischofskollegium nimmt Stellung zum Fusionsprozeß
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Seid bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen
Nordelbien (nr). Das Bischofskollegium der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche wirbt für den zügigen Fortgang der Fusionsverhandlungen mit den beiden Landeskirchen in Mecklenburg-Vorpommern.
Unter Bezug auf den Satz des Petrus „Seid bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ rufen die Bischöfinnen Bärbel Wartenberg-Potter, Maria Jepsen und Bischof Dr. Hans Christian Knuth in einem Brief an alle Kirchengemeinden und Kirchenkreise, Dienste und Werke sowie die Mitglieder der Nordelbischen Synode die Intentionen für den angestrebten Zusammenschluss in Erinnerung. Sie nehmen zugleich Stellung zu Befürchtungen und Ängsten, die auf unterschiedlichen Ebenen geäußert werden.
Hinsichtlich des Zeitplans der Beratungen bewege man sich in dem Rahmen, der von den Synoden beschlossen worden war – so der Wortlaut. Danach wollen die drei Landessynoden im kommenden September über einen Fusionsvertrag entscheiden. Wichtig ist dem Gremium die Tatsache, dass zu diesem Termin „keineswegs bereits über eine Verfassung entschieden wird“. Diese Arbeit solle erst begonnen werden, wenn die Synoden den Fusionswillen der Kirchen erneut bekundet hätten, heißt es in dem Brief weiter.
Zu der Sorge, die Fusion werde die NEK finanziell über Gebühr beanspruchen, weisen die Bischöfinnen und der Bischof darauf hin, dass der Finanztransfer von West nach Ost am Ende der Sondierungsverhandlungen mit 5% der Mittel beziffert worden sei. Wörtlich heißt es: „Wir legen großen Wert auf die Feststellung, dass alle Beratungen der Steuerungsgruppe und ihrer Untergruppen von diesem Transfervolumen ausgehen.“ In den vergangenen Wochen seien fehlerhafte Zahlen genannt worden, die unnötige Beunruhigungen in die Kirchen hineingetragen hätten.
Um die kirchlichen Gremien über alle in diesen Wochen erzielten Beschlüsse in der NEK zu unterrichten, plant die Kirchenleitung am 8. Mai in Rendsburg eine Informationsveranstaltung. Eingeladen dazu sind alle, die zum Thema Nordkirche in einen direkten Austausch mit der Kirchenleitung treten möchten.
Das Bischofskollegium erinnert in seinem Brief abschließend noch einmal an die Intention für die Aufnahme von Gesprächen mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche:
„Der Gedanke der christlichen Geschwisterlichkeit veranlasst uns, den evangelischen Christinnen und Christen, deren Zahl in unseren Gebieten durch die geschichtlichen Einflüsse und die Säkularisierung kleiner geworden ist, eine neue institutionelle Zukunft in einer gemeinsamen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Norden zu bieten. Wir sehen die Nordelbische Kirche in einer regionalen Verantwortung auch für die Vitalität des Protestantismus über Nordelbien hinaus“.
+) Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kirche in Steinbek
Kirchsteinbek - Mümmelmannsberg - Oststeinbek
pastor.ostendorf@kirche-in-steinbek.de
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