Alles wird neu - Nordelbien vor umfassenden Reform

Kiel (epd). Die Nordelbische Kirche wird vom 1. Oktober an auf
absehbare Zeit nur noch von zwei Bischöfen geleitet. Bischöfin Maria
Jepsen (63) ist in ihrem neuen Sprengel "Hamburg und Lübeck" künftig
auch für die Kirchenkreise Lübeck, Herzogtum Lauenburg und Pinneberg
zuständig. Gerhard Ulrich ist neuer Bischof im Sprengel "Schleswig
und Holstein", der bis ins dänische Grenzgebiet reicht. Er wird am 8.
November offiziell in sein Amt eingeführt. Erst im Juni 2009 wird
dann in Lübeck erstmals ein "Landesbischof" für Nordelbien gewählt.

Bislang hatte Nordelbien drei Bischöfe in Schleswig, Lübeck und
Hamburg. Sowohl Hans Christian Knuth (68) in Schleswig als auch
Bärbel Wartenberg-Potter (65) in Lübeck haben am (morgigen) Dienstag
ihren letzten Arbeitstag. Knuth wird die Vorstandssitzung der
Suchthilfe "Blaues Kreuz" leiten, und Wartenberg-Potter hat ihren
letzten Termin im Ökumeneausschuss.

An der Spitze Nordelbiens soll künftig ein Landesbischof stehen. Er
oder sie hat seinen Sitz im Kirchenamt in Kiel und ist Vorsitzender
der Kirchenleitung. Predigtstätte ist der Lübecker Dom. Sollte 2012
die "Nordkirche" mit Mecklenburg und Pommern kommen, steht
wahrscheinlich ein Umzug ins Haus. Ob es dann nach Lübeck, Schwerin
oder Hamburg geht, ist derzeit offen. Jepsen und Ulrich müssen sich
noch einigen, wer für ein Jahr den Vorsitz der Kirchenleitung
übernimmt.

Innerhalb der Kirche wird die Gliederung der überregionalen Aufgaben
in sieben "Hauptbereiche" die Arbeit verändern. Die neuen
Hauptbereichsleiter bilden eine neue Leitungsebene und können
Haushaltsmittel und Stellen für ihre Arbeitsbereiche selbstständig
verwalten. Die Synode (Kirchenparlament) wird nur noch
Gesamtzuschüsse festlegen und Arbeitsziele formulieren. Auf einzelne
Etatposten hat sie keinen Einfluss mehr. Auch das Kirchenamt in Kiel
ist nur noch für das Controlling der Hauptbereiche zuständig.

Drei Leitungspositionen wurden bereits besetzt. Es sind Stadtpastor
Sebastian Borck (Hamburg) für "Seelsorge", Frauenpastorin Kerstin
Möller (Kiel) für "Frauen, Jugend, Männer" und der pommerschen
Bildungsreferent Hans-Ulrich Keßler (Hamburg) für "Aus- und
Fortbildung". Eine vierte Besetzung für "Gottesdienst, Gemeinde"
folgt demnächst. Der Hauptbereich "Medien" steht noch aus.
Diakonische Werke und Missionszentrum bleiben selbstständig.

Der nächste große Reformschub in Nordelbien findet am 1. Mai 2009
statt. Dann werden sich die 27 Kirchenkreise zu elf großen
Kirchenkreisen zusammenschließen. (29.9.08/tm/me) (epd)

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+) Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kirche in Steinbek
Kirchsteinbek - Mümmelmannsberg - Oststeinbek
pastor.ostendorf@kirche-in-steinbek.de
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