Politischer Laternenumzug

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Kein Schlick in Billstedt

Liebe Billstedterinnen und Billstedter!
Wir möchten eine Demonstration gegen die geplante Schlickdeponie in Billstedt organisieren. Die Demonstration soll am 14.11.08 um 17:00 Uhr stattfinden und vom Kulturpalast Billstedt Öjendorferweg 30a starten. Ziel ist der Kirchsteinbeker Marktplatz. Dort soll eine Abschlusskundgebung stattfinden. Infostände und ein Glühweinstand sollen die Sache abrunden.

Die Demonstration soll in die Form eines politischen Laternenumzugs gekleidet werden, um auch Familien mit Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. Wir wollen ein buntes, vielfältiges und gleichberechtigtes Bündnis von Initiativen, Vereinen, Organisationen, Parteien und Einzelpersonen erreichen, um ein starkes Votum gegen die geplante Schlickdeponie auf die Strasse zu bringen. Der Vorschlag eine Demonstration zu machen, ist auf dem letzten Treffen der Initiative „Kein Schlick in Billstedt“ diskutiert worden und er stieß dort auf eine positive Resonanz. Es sind dort auch weitere Aktivitäten wie Mahnwachen und Plakataktionen auf den Weg gebracht worden.

Trotz massiver Proteste gegen die Pläne der HPA (ehemals Strom- und Hafenbau) eine Schlickdeponie auf dem Altspülfeld in Kirchsteinbek zu errichten, hat die HPA an ihren Plänen festgehalten.

Wir wollen in diesem Einladungsschreiben nicht die vielleicht bekannten Fakten wiederholen. Die Internetseite www.kein-Schlick-in-Billstedt.de bietet einen guten und verständlichen Einblick!!

Die Erfahrungen mit der HPA und teilweise auch mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt BSU lassen sich mit den Begriffen „Tarnen, Tricksen, Täuschen“, um dann die Menschen vor vollendete Tatsachen zu stellen, am besten beschreiben.

Nun stehen die Probebohrungen auf dem Gelände unmittelbar bevor und die ersten Bäume sollen schon gefällt worden sein, wobei die Einschätzung von Experten uns gerade darauf hingewiesen hat, dass der Begriff der Baumfällungen nicht ausreicht, denn man muss von der Vernichtung eines ökologischen Systems mit mehreren Biotopen sprechen.

Die Gesamtkonzeption des Eingriffs auf dem Altspülfeld- das heißt die Anzahl und die Tiefe der geplanten Bohrungen- deutet darauf hin, dass die HPA dort Fakten schaffen will, um die Schlickdeponie auf dem hochvergifteten Gelände durchzusetzen. Dies wurde mir in einem Gespräch mit einem Sachbearbeiter der BSU bestätigt. Die HPA prüft die Rahmenbedingungen sowie die Statik für die Errichtung der Deponie.

Billstedt ist ein Bezirk mit massiven sozialen Problemen und unser Bezirk hat unter massiven Belastungen der Umwelt zu leiden. So ist es sicherlich kein Zufall, dass die HPA sich diesen Bezirk für ihre Pläne ausgesucht hat. Alle Initiativen und Entwicklungskonzepte unter der Überschrift „Schau nach Osten“ würden zur Farce, wenn eine Deponie errichtet werden würde.

Der Stadtteil würde weiter abgewertet werden. Es würden weitere Umweltbelastungen hinzukommen und die sozialen Auswirkungen wären insgesamt verheerend, weil z.B. Grundstücke und Häuser an Wert verlieren würden. Dies kann nicht in unserem Interesse sein, denn wir wollen diesen Stadtteil weiterentwickeln und die Probleme beseitigen. Wir leben gerne in Billstedt und wir wollen uns um unseren Bezirk kümmern.

Wir möchten Sie bitten, sich an der Vorbereitung der Demonstration und an der Demonstration selber zu beteiligen. Bitte bringen Sie Ihre Ideen mit ein!!! Sie können sich an die Schlickinitiative und an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Böhm