Ökumenischer Rat verlangt Hilfe für Palästinenser

Genf (epd). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat internationale Initiativen zur Verbesserung der Situation von etwa 750.000 palästinensischen Flüchtlingen verlangt. Während in Israel der 60. Jahrestag der Staatsgründung gefeiert werde, müssten die Palästinenser weiter als Vertriebene verstreut in mehreren Ländern leben, kritisierte ÖRK-Generalsekretär Samuel Kobia am Freitag in Genf. Die Besetzung und Enteignung palästinensischer Gebiete durch Israel dauere an.

Der ÖRK und seine Mitgliedskirchen planen vom 4. bis 10. Juni eine internationale Aktionswoche. Dabei soll unter dem Motto "Es ist Zeit für Palästina" über friedensfördernde Aktionen informiert und Lobbyarbeit betrieben werden. Es sei Zeit "für einen gerechten Frieden für Palästina und Israel", erklärte Kobia. Es sei an der Zeit, 60 Jahre Konflikt zu beenden. Dem ÖRK gehören mehr als 560 Millionen protestantische, anglikanische und orthodoxe Christen in mehr als 110 Ländern an. (05493/9.5.2008)

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