Motorradgottesdienst

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2008

MOGO 2008

13.7.2008, 12:30 am Michel

Geschichte des MOGO

Anfang der 80er gab es die ersten kirchlichen Bemühungen, Motorradfahrer in Gottesdienste zu integrieren. Eine Gründerfigur ist der Hamburger Polizeipastor Reinhold Hinze, der 1983 den ersten Motorradgottesdienst vor 300 Motorradfahrern hielt.

Mittlerweile finden Motorradgottesdienste (einfach MOGO genannt) aller Konfessionen in ganz Europa und weltweit immer größeren Zuspruch. Es gibt hierbei sowohl in der Gestaltung der Gottesdienste als auch in der Größe unterschiedliche Ausprägungen. Der Bogen spannt sich von überschaubaren Gottesdiensten mit 10 Teilnehmern, bis hin zum international beachteten Megaevent mit weit mehr als 35.000 Motorradfahrern.

Der Hamburger MOGO avancierte in den vergangenen 20 Jahren zu dem Kultereignis für Biker aus dem In- und Ausland. Von 350 Teilnehmern im ersten Jahr bis hin zu 40.000 Teilnehmern sprengt diese Veranstaltung alle Grenzen und ist zudem weltweit das größte Treffen dieser Art. Die Veranstaltung verläuft absolut friedlich. Trotz der Menschenmassen herrscht eine familiäre Atmosphäre. Schon am Abend vor der Veranstaltung reisen die ersten Biker an, um sich gute Plätze zu sichern. Am folgenden Morgen kann man sich im Verlauf von ca. 3 Stunden die imposante Anreise von tausenden Bikern ansehen, die sich alle auf der vollständig abgesperrten Straße für den Konvoi aufstellen.

Am Vorplatz des Michels und entlang der gesperrten Straßen werden Buden aufgestellt, die die Teilnehmer (und natürlich auch die zahlreichen Zaungäste) mit Getränken (ausschließlich alkoholfrei) und Essen versorgen. Alle Teilnehmer verfolgen begeistert den Gottesdienst von Pastor Erich Faehling (den im Michel ca. 5000 Menschen besuchen können, er wird jedoch auch nach Außen übertragen), um im Anschluss in einem gemeinsamen spektakulären Konvoi zu einem Veranstaltungsort außerhalb Hamburgs zu fahren. Bei der Abschlussveranstaltung feiern alle Teilnehmer gemeinsam für einige Stunden. Eine Band sorgt für Musik, und auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz.

Die Hamburger Polizei unterstützt die Veranstaltung entscheidend. Sie sperrt den gesamten Streckenverlauf des Konvois in Hamburg vollständig ab und hat mit viel Elan die Vollsperrung der Autobahn 7 für mehrere Jahre genehmigt.

Am Streckenverlauf finden sich Jahr für Jahr tausende von Zuschauern ein, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Auch den zahlreichen freiwilligen Helfern gilt besonderer Dank. Durch ihren unermüdlichen Einsatz gelingt es Jahr für Jahr, alle Biker ohne Chaos und mit System zu parken und zu informieren.

Während des MOGO werden entlang der gesamten Parkfläche die "Gelben Bänder" an die Teilnehmer verteilt. Das gelbe Band steht zum einen für sicheres Fahren und symbolisiert den Segen für das kommende Jahr und wird zum anderen als Teilnahmeband verwendet.

Bernd Lohmann

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Kirchsteinbek - Mümmelmannsberg - Oststeinbek
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