Kirche geht aufs Wasser
Leinen los
Hamburg (epd). Die Kirche geht aufs Wasser: Am Himmelfahrtstag (1. Mai) und am Pfingstmontag (12. Mai) sollen auf der Elbe an Bord der HADAG-Fähre der Linie 62 Andachten, Gebete und Gospelmusik stattfinden. Das maritime Experiment wurde am Mittwoch in Hamburg vorgestellt. Es ist eine Aktion der Initiative "Tritt ein - die Kirche ist offen", veranstaltet vom Nordelbischen Gemeindedienst und dem Amt für Öffentlichkeitsdienst (AfÖ) der Nordelbischen Kirche.
"Kirche an einem ungewöhnlichen Ort" nennt es Pastor Jörg Fenske, kirchlicher Event-Experte aus dem AfÖ. "Wir wollen Menschen in ihrem Alltag überraschen und ansprechen." Die Idee stamme von der Reederei HADAG. Für deren Chef Jens Wrage ist die Kooperation mit Kirche "eigentlich eine Selbverständlichkeit", schließlich spreche man von der christlichen Seefahrt: "Ohne Taufe wird kein Schiff in Fahrt gesetzt - Gott ist Lotse und Passagier", sagte er.
Die Kirchenfähre startet am 1. Mai mit "Geschichten vom Wasser" um 10 Uhr ab Sandtorhöft (gegenüber U-Bahn Baumwall) Richtung Finkenwerder, um 10.30 Uhr geht es von dort zurück. Am Pfingstmontag (12. Mai) sind die "Perlen des Glaubens" Thema an Bord, die Abfahrt Sandtorhöft ist um 12.45 Uhr, die Rückfahrt ab Finkenwerder um 13.15 Uhr.
Die Schiffe sind für jeweils 250 Fahrgäste zugelassen, HVV-Tickets sind erforderlich. Zu- und Ausstiege an den Zwischenstationen Landungsbrücken, Fischmarkt, Dockland und Neumühlen sind möglich. Insgesamt dauert ein Törn mit der Kirchenfähre knapp 30 Minuten.
"Wer sich aufs Wasser wagt, kommt den Elementen des Lebens näher", sagte Frank Engelbrecht, Pastor an der Hamburger Hafen- und Hauptkirche St. Katharinen. Auch er ist am 1. Mai mit an Bord. Wenn das Experiment erfolgreich verläuft, soll es Nachfolgeprojekte geben. (23.4.08/hh). (epd)
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